Rückblick 2012

 

Aktueller Rückblick

 

Samstag, 29. Dezember 2012 – „St. Mauritius“ Enniger
Sonntag, 30. Dezember 2012 – „St. Ludgerus“ Ennigerloh
Camille Saint-Saëns: Weihnachtsoratorium 

Kath. Kirchenchor  „St. Jakobus“ Ennigerloh  • Kath. Kirchenchor „St. Mauritius“  Enniger • Projektchor • Sopran: Anna Maria Lora • Mezzosopran: Annika Brönstrup • Alt: Ronja Krischke • Tenor: Dirk Paulsen • Bass: Stefan Drees • Streicherensemble „con Variazione“, Münster • Harfe: Brigitte Langnickel‑Köhler • Orgel: Martin Geukes • Leitung: Andreas Unger

Georg Friedrich Händel: Harfenkonzert B-Dur • Michael Corette: Erste Weihnachtssinfonie

Bild:
Schomakers

Die Kirchen­chöre, das Or­chester und die So­listen be­gei­sterten die Be­sucher bei den Auf­führungen des Weihnachts­ora­toriums des fran­zösischen Kom­po­nisten Camille Saint-Saëns in den Pfarr­kirchen St. Mau­ritius Enniger und St. Lud­gerus Enniger­loh.

Bildergalerie
(Kochmann)

Zeitungsbericht („Die Glocke“ – Montag, 31. Dezember 2012 – rge)
Ausdrucksstarkes Weihnachtsoratorium

Es muss nicht immer Bach sein. Dass auch das Weihnachts­oratorium des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns (1835-1921) beeindrucken kann, haben am Samstag und Sonntag die Kirchenchöre St. Jakobus und St. Mauritius aus Ennigerloh und Enniger unter Leitung von Kantor Andreas Unger bewiesen.

Gemeinsam mit dem Münsteraner Streicherensemble „con Variazione“ und einem harmonischen Solistenquintett aus Anna Maria Lora (Sopran), Annika Brönstrup (Mezzosopran), Ronja Krischke (Alt), Dirk Paulsen (Tenor) und Stefan Drees (Bass) gelang es, die gefühlvolle, bisweilen sentimentale Tonsprache der Romantik erklingen zu lassen.

Zunächst wurden die Besucher mit barocken Klängen festlich eingestimmt. Der ersten Weihnachtssinfonie von Michel Corrette (1709-1795), die ihren Ruf als schlicht und etwas oberflächlich bestätigte, folgte mit Georg Friedrich Händels (1685-1759) Harfenkonzert B-Dur op. 4 Nr. 6 ein geradezu sphärisch anmutendes Hörvergnügen; Brigitte Langnickel-Köhler aus Warendorf erntete für ihr seelenvolles Spiel, das zwischen zart und perlend oszillierte, lang anhaltenden herzlichen Applaus.

Das Oratorio de Noël ist 1858 entstanden. Der damals 23-jährige Camille Saint-Saëns komponierte das zehnteilige Werk innerhalb von zwölf Tagen, ein Umstand, der mit der kurzen Aufführungsdauer (etwa 35 Minuten) zu korrespondieren scheint. Stilistisch ist es nicht unbedingt in sich geschlossen und auch die Weihnachtsgeschichte wird nur in Ansätzen erzählt. Dennoch begreift Chorleiter Andreas Unger diese Musik als homogenes Ganzes und versteht es, jedem Part eine eigene Prägung zu verleihen. Der leidenschaftliche Chorgesang in lateinischer Sprache imponiert durch Ausdrucksstärke und ist technisch durchgängig sicher. Die Harmonie der Solostimmen, besonders die der weiblichen, rührt ans Herz, Harfe und Orgel setzen markante Akzente, wenngleich Martin Geukes mehr als eine abgespeckte Kammerorgel zu gönnen gewesen wäre, und das hervorragend disponierte Streichorchester trägt wesentlich zur lyrisch-kontemplativen Grundstimmung bei. Ein Prélude als wiegendes Pastorale zu interpretieren, ohne allzu barock zu kopieren, zeugt von hohem Verständnis und spricht für Qualität. Die stehend dargebrachten Ovationen belohnten am Ende eine eindrucksvolle, über weite Strecken begeisternde Aufführung und bekräftigten die eingangs getroffene Feststellung: Es muss nicht immer Bach sein.

 

Samstag, 17. November 2012 – „St. Mauritius“ Enniger
232. Dielenabend – Konzert mit dem Vocalensemble amarcord


Bild: Martin Jehnichen

Zeitungsbericht („Die Glocke“ – Dienstag, 20. November 2012 – Dr. Ekkehard Gühne)
Amarcord verzaubert das Publikum in St. Mauritius

Hannes Demming las Plattdeutsches, drei Münsteraner Studenten musizierten. Das war am 15. November 1972 die Geburtsstunde der Dielenabende, die es mittlerweile auf mehr als 230 Veranstaltungen gebracht haben. Zum Jubiläum wollten denn auch die Veranstalter des Dielenabends in Enniger am Samstag etwas Besonderes bieten.

Mit der Verpflichtung des Quintetts Amarcord griffen sie etwas tiefer in die Tasche, verlegten den Abend in die Pfarrkirche und hofften auf stärkeren Besuch. Die Rechnung ging auf. Die ehemaligen Sänger des Leipziger Thomanerchores erwiesen sich als Publikumsmagnet.

Schuld daran war in erster Linie ihre meisterhafte Gesangskunst. Mit feinstem Gefühl für Harmonie und mit höchster stimmlicher Gestaltungskraft, verbunden mit einem ungewöhnlichen Einfühlungsvermögen für unterschiedliche Gattungen und Stile bezauberten sie ihr Auditorium. Dass sie darüber hinaus auch in der Kunst der Komplimente und der kleinen Schmeicheleien zu Hause waren, wirkte nicht als Ablenkung.

Es gab Unterschiedliches zu hören. Der erste große Block gehörte dem Mittelalter und damit der Gregorianik, die damals als geistliche Musik durchdrang. Die schlichte Eindringlichkeit dieser Musik, die den Hörer nicht von einer Empfindung in die nächste stürzen will, kam hervorragend zur Geltung, auch in späteren Werken (etwa von Thomas Tallis oder Johannes Ockeghem), die sich schon der Mehrstimmigkeit zuwenden. Kontraste setzten nur Proben des 20. Jahrhunderts (zum Beispiel von Sidney Marquez), die sich neue Harmonien übten.

Ein anderes Feld beackerte der zweite Teil. Frische, oft strophische Lieder von Robert Schumann und Felix Mendelssohn standen für die Themen, die unsere Vorfahren vor knapp 200 Jahren ansprachen, vielleicht sogar rührten: Sänger und hohe Damen des Mittelalters, Freude des Frühlings, Sehnsucht des Südens oder die exotische Welt der Zigeuner. Schön, dass hier auch ein beinahe Vergessener zu Wort kam: Carl Steinacker. Seine Bitten „an den Mond“ loteten mit einigen Tröpfchen Schmalz die liebenswürdige Enge des Biedermeiers aus.

Der Schluss gehörte der Volksmusik, der authentischen versteht sich. Ob Irland oder Schweden, Korea oder Sardinien, in vielen Ländern hatte Frank, Ozimek, Wolfram und Martin Lattke, Daniel Knauft und Holger Krause etwas aufgepickt und mit Raffinesse arrangiert, ohne den Grundton zu zerstören.

 

Sonntag, 28. Oktober 2012 – „St. Margaretha“ Ostenfelde
Gospelkonzert

Jugendchor "Young Voices" Ostenfelde • Gesangssolist Mark Coles • Leitung: Agnes van Bergerem


Bild: Engelbrecht

Das Gospel­konzert in Osten­felde mit dem Sänger Mark Coles begei­sterte das Pub­likum von Anfang an.

Zeitungsbericht („Die Glocke“ – Mittwoch, 31. Oktober 2012 – peng)
Mark Coles zieht Zuhörer in den Bann

Stille. Gespannt warten die Zuschauer auf den Anfang des Konzerts. Die Musik setzt ein – der Chor betritt den Altarraum und beginnt zu singen. Aus dem Hintergrund ertönt eine kraftvolle Stimme – Mark Coles erfüllt die Kirche von der ersten Sekunde an mit Leben.

Das Gospelkonzert des Frauenchors St. Margaretha Ostenfelde sorgte für Gänsehautgefühl. Das bevorzugte Genre der 35 Frauen ist das Neue Geistliche Lied. Doch anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens hatte sich Leiterin Agnes van Bergerem etwas ganz Besonderes ausgedacht: Ein Gospelkonzert mit dem Solisten Mark Coles. Sowohl in den USA als auch in Europa macht der Opernsänger seit vielen Jahren Karriere. Sein Markenzeichen: die voluminöse Bassstimme. Überzeugt von den Gesangskünsten des Chors, nahm Coles die Gelegenheit wahr, mit dem Chor gemeinsam aufzutreten. Die Kirche St. Margaretha war voll besetzt. Für die musikalische Begleitung sorgten Matthias Hellmons am E-Piano, Bernd Knepper am Schlagzeug, Constantin Hellmons am Bass und Timo Strotbaum an der Gitarre. Über eine Stunde lang sang der Chor bekannte Gospels wie „Go down Moses“, „Oh happy day“ und „Rock my soul“. Bestens aufeinander eingespielt bildeten der Solist und der Chor eine Einheit.

Mit seiner durchdringenden Stimme zog Mark Coles das Publikum in seinen Bann. Das Lied „Kumbayah“ habe für ihn eine besondere Bedeutung, erklärte er. „Mein Großvater war Missionar in Angola. Mir wurde gesagt, er habe dieses Lied nach Amerika gebracht.“ Deutlich spürbar war seine Leidenschaft für die Gospelmusik. Der Solist sang nicht nur mit seiner Stimme, sondern auch mit seinem Herzen. Allein mit seiner Präsenz schuf er eine überwältigende Atmosphäre, die das Publikum auch gelegentlich selbst entstehen ließ. Immer wieder animierte der Sänger die Zuschauer zum Mitsingen und ließ sie Teil des Geschehens werden, denn „bei so einem Programm ist immer Raum für Spontanität“, betonte der Künstler. Mit „I will follow him“ und „Oh when the saints“ gab es noch zwei Zugaben.

Die Vorsitzende des Chors, Ellen Knepper, bedankte sich bei den Musikern, bei ihrer Leiterin und bei Mark Coles für die tolle Zusammenarbeit. „Vielen Dank, dass du immer so geduldig mit uns warst, wenn wir mal nicht genug Gefühl in der Stimme hatten.“ Agnes van Bergerem freute sich über den Erfolg und die große Resonanz. „Es war genial. Mark Coles begeistert einfach die Leute. Für den Chor hat es sich wirklich gelohnt.“

 

Sonntag, 21. Oktober 2012 – Jakobushaus Ennigerloh
Eltern- und Kindersingnachmittag des Kinderchores „La Ola“ (Kath. Kinderchor Ennigerloh + Enniger)

Zeitungsbericht („Ennigerloher Blickpunkt“ – Dezember 2012 – Melanie Warkentin)
Gemeinsamer Nachmittag des Kinderchores mit Familien

Chorleiter Andreas Unger hatte zu einem gemeinsamen Nachmittag am 21. Oktober 2012 in Jakobushaus eingeladen und konnte sich gemeinsam mit dem Organisationsteam aus Reihen der Elternschaft über zahlreiches Erscheinen der Kinder nebst Familien freuen. Nach dem gemütlichen Beisammensitzen in den Räumlichkeiten des Jakobushauses im Drubbel bei Kaffee und Kuchen nutzte man das schöne Wetter und verlagerte den zweiten Teil des Nachmittags nach draußen. Andreas Unger hatte Liederzettel zum Mitsingen und Mitmachen vorbereitet.

Während der nächsten Stunde sang man bekannte Lieder, Kanons und Sprechreime wie „Dubadap da“, „Die Erde ist schön“ sowie „Hejo, spann den Wagen an“. Auch die beiden Gruppen bekamen die Chance, Lieder vorzutragen. Bei allen Liedern begleitet Andreas Unger die Kinder gekonnt am Klavier.

Er nutzte den Nachmittag ebenfalls, um über einen Namen für den Kinderchor abstimmen zu lassen. Hierzu hatte er vor geraumer Zeit um Namensvorschläge gebeten. Knapp zehn Vorschläger waren aus der Elternschaft eingegangen. Nach zwei Abstimmrunden waren sich alle einig, wie der Kinderchor heißen soll: KINDERCHOR LA OLA.

Das Lied „Tragt in die Welt nun ein Licht“ sang Andreas Unger mit allen Anwesenden gleich zweistimmig und ließ den Nachmittag nach eineinhalb Stunden mit dem Abendlied „Weißt du, wie viel Sternlein stehen“, ausklingen. […]

 

Internetbericht („Schaufenster Ennigerloh“ – Montag, 22. Oktober 2012 – Melanie Warkentin)
Gelungener Nachmittag des Kinderchores mit Familien und Namensgebung

siehe Internetbericht

 

Samstag, 13. Oktober + Sonntag 14. Oktober 2012 – Hotel Kröger
Kindermusical „Vampir Wackelzahn“

Kinderchor Ostenfelde • Leitung: Agnes van Bergerem


Bild: Engelbrecht

Die harten Proben haben sich für die Jungen und Mädchen des Kinder­chors St. Marga­retha Osten­felde aus­gezahlt. Ihre Auf­führungen des Vampir-Musicals „Winnie Wackel­zahn“ be­geisterten die Besucher.

Zeitungsbericht („Die Glocke“ – Montag, 15. Oktober 2012 – peng)
Junge Chorsänger spielen Vampir-Musical

„Rumbra Cumbra, schwarze Nacht, Vampirzähne geben Macht, Rumbra Cumbra, dunkler Wald, Vampire zeigen die Gestalt, Rumbra Cumbra, helfe mir, Wilbur, dem zahnlosen Vampir.“ Mit diesem Zauberspruch haben die beiden Schwestern Nina und Lucy aus dem Musical „Winnie Wackelzahn“ die Zuschauer am Wochenende mit in die Welt der Vampire genommen.

In zwei Aufführungen stellten die Mädchen und Jungen des Kinderchors St. Margaretha Ostenfelde ihr Können unter Beweis und boten den Zuschauern im Saal Kröger in Ostenfelde einen unterhaltsamen Nachmittag. Zwei Stunden lang fieberte das Publikum mit Winnie und seinen Freunden mit. Im Wettlauf gegen die Zeit versuchten sie, den Fluch der Familie Wackelzahn zu brechen und Winnie vor dem Zähne ziehenden Zahnarzt Zacharias Zange zu beschützen. Doch nicht nur der, sondern auch mexikanische Vampirfledermäuse, stinkende Knoblauchzehen und vor allem die böse Fee Karfunkula stellten sich den Freunden in den Weg.

Mit Keyboard, Querflöte und Schlagzeug wurden die zahlreichen Musik- und auch Tanzeinlagen live begleitet. Sowohl mit Soloauftritten als auch mit dem gesamten Chor wurde Spaß und Abwechslung garantiert. Das aufwendige Bühnenbild und die Kostüme machten die Inszenierung perfekt. Durch das gemeinsame Aufsagen des Zauberspruchs und leicht mitzusingende Lieder bezogen die Darsteller das Publikum mit in die Aufführung ein. Nicht nur Hauptfigur Winnie war Sympathieträger der Zuschauer. Auch der Wolf Lupotsch, der durch den „Saft des Vergessens“ der Fee Karfunkula nicht einmal mehr seinen Namen wusste, sorgte mit dem sich mehrmals wiederholenden Satz „Trinkt. Danach seid ihr echt groovig drauf und total schubidu“ für etliche Lacher. Mit ihren eigenen Waffen wurde die Fee am Ende des Stücks geschlagen und Winnie konnte seine geliebten Eckzähne behalten. Und was ist die Moral von der Geschichte? „Wahre Freundschaft ist das beste, was man im Leben erlangen kann.“ Dieser Ratschlag von Vampirvater Walter hat sich bewahrheitet.

Chorleiterin Agnes van Bergerem war sichtlich stolz auf ihre Schützlinge und bedankte sich bei allen Helfern, die dieses Projekt möglich gemacht hatten. Die lange Vorbereitung und die Proben haben sich bezahlt gemacht. Auch die Zuschauer waren begeistert und brachten mit viel Applaus ihr Lob und ihre Anerkennung zum Ausdruck. Besser hätte man das 30-jährige Bestehen des Kinderchors St. Margaretha Ostenfelde wohl nicht feiern können.

 

Samstag, 18. August + Sonntag 19. August 2012 Samstag, 13. Oktober + Sonntag 14. Oktober 2012
Chorausflug der Kirchenchöre von Ennigerloh und Enniger nach Emmelshausen

Zeitungsbericht („Die Glocke“ – Dienstag, 4. September 2012)
Kirchenchöre singen gemeinsam in Emmelshausen

Die beiden Kirchenchöre St Jakobus Ennigerloh und St. Mauritius Enniger haben einen gemeinsamen Chorausflug unternommen. Mit ihrem neuen Chorleiter Andreas Unger ging es nach Emmelshausen im Hunsrück, wo Andreas Unger bis November 2011 Chorleiter gewesen ist. Für ihn und seinen ehemaligen Chor bot sich ein Wiedersehen der besonderen Art. Wochen vorher übte Andras Unger mit den beiden Chören St. Jakobus und St. Mauritius die „Messe in Es“ von Karl Kraft ein, die er schon früher mit dem Emmelshausener Chor eingeübt hatte.

Auf der Fahrt nach Emmelshausen wurde ein Zwischenstopp eingelegt und der Altenberger Dom bescuht sowie gefrühstückt.

Nach dem Empfang in Emmelshausen ging es zum Einsingen in de St.-Hildegard-Kirche. Hinzu kamen noch zwei weitere Chöre aus der Gegend, und so dirigierte Andras Unger 80 Sänger. Es bot sich ein Klang, der alle beeindruckte. Der anschließende Gottesdienst mit dem Gesang der 80 Sänger war für die Gemeinde auch etwas Besonderes.

Nach dem Gottesdienst war Zeit, sich über das Singen zu unterhalten. Die Kirchenchöre St. Jakobus und St. Mauritius luden den Emmelshausener Chor nach Enniger und Ennigerloh ein. Und sicher wird es dann wieder einen gemeinsamen Gottesdienst mit vielen Chrsängern geben.

Die Rückfahrt am nächsten Tag hatte noch zwei ereignisreiche Zwischenstationen: eine Besichtigung mit Führung in der Burg Eltz und der Besuch in Maria Laach. Für beide Chöre war es eine große Ehre, im Kloster Maria Lach das Kyrie aus der Kraft-Messe zu singen.

 

Sonntag, 29. April 2012 – „St. Margaretha“ Ostenfelde
Orgelkonzert

Orgel: Christoph Grohmann

Zeitungskritik („Die Glocke“ – Freitag, 11. Mai 2012 – Dr. Ekkehard Gühne)
Konzert an St. Margaretha
Grohmann öffnet Schatzkiste der Orgelmusik

Nach fast 150 Jahren treuer Dienste ist die Orgel der Pfarrkirche St. Margaretha Ostenfelde gründlich saniert worden. Wie gut ihr das getan hat, demonstrierte am Sonntag vor einem stattlichen Publikum Christoph Grohmann aus Bielefeld. Sein originelles Programm griff dabei nicht die Giganten der Orgelmusik auf; sein Herz schlug eher für die kleineren Meister, die hier und da auch Entdeckungen ermöglichen. Mehr als zwei Jahrhunderte der Musikgeschichte lieferten so das Material, das die Vielseitigkeit des Instruments und das hohe Können der Bedienung verdeutlichten.

Aus England grüßte zunächst der schon als Kind erblindete John Stanley (1712-86) mit einem „Voluntary“ in d-Moll, solide Gebrauchsmusik mit klaren Strukturen. Danach verließ der Organist den Boden des nachspielenden Künstlers und wurde selbst schöpferisch. Den Stoff lieferten insgesamt vier bekannte Kirchenlieder, über die er frei improvisierte, durchaus mit guten Einfällen, aber auch mit Respekt für die Vorlage, die immer erkennbar blieb.

Nur 18 Jahre alt wurde Johann Ernst, Prinz von Sachsen-Weimar (gestorben 1715). Johann Sebastian Bach griff aber nicht auf Minderwertiges zurück, als er eines seiner Violinkonzerte der Bearbeitung für Orgel würdigte. Gute Musik im italienischen Stil, von der es hier leider aber nur einen Satz gab.

Vom Barock erheblich abgesetzt hat sich Justin Heinrich Knecht (1762-1817). Sein liebenswürdiges Flötenkonzert in F-Dur floss grazil dahin und machte den Erbauern der Orgel geradezu ein Kompliment, so leichtfüßig und elegant passte sich das Instrument diesem beinahe galanten Stil an.

Durchaus spätromantische Züge zeigte eine kleine Suite von John Ireland (1879-1962), die auch einen Hauch von Folklore nicht verachtete, vor allem in der „Villanella“. Und dass der Humor an der Orgel nicht rundweg verboten ist, demonstrierte abschließend Jean Françaix (1912-87) in seiner „Suite Carmelite“, die auf schmunzelnde Weise verschiedene Ordensfrauen aufs Korn nimmt, von der etwas quirligen Sr. Constance bis hin zur resoluten Sr. Mathilde.

Beim Humor blieb auch die hochverdiente Zugabe: Improvisationen unter anderem über „Viel Glück und viel Segen“. In irgendeine Richtung lässt sich das ja immer interpretieren.

 

Bericht von Josef Hoeber:

Die Katholische Kirchengemeinde St. Margaretha in Ostenfelde hatte zu einem Orgelkonzert mit dem bekannten Rheda-Wiedenbrücker Konzertorganisten und Hochschullehrer Christoph Grohmann an der restaurierten Randebrock-Orgel eingeladen - und mehr als 120 Besucher kamen aus nah und fern. Sie wurden nicht enttäuscht, sondern erlebten einen besonderen Kunstgenuss.

Grohmann begann sein Programm mit dem Voluntary VIII in d-Moll von John Stanley zu dessen 300. Geburtstag. In dem dreiteiligen Stück präsentierte der Organist die von der Orgelbaufirma Sauer 2010 restaurierte und erst am Freitag vorher frisch gestimmte Orgel in den verschiedenen Klangfacetten. Dabei kam besonders der große Dynamik-Umfang des zweimanualigen Instrumentes mit seinem sehr wirksamen Schwellwerk zur Geltung. Mit zwei improvisierten Choralvorspielen gab Grohmann ein eindrucksvolles Beispiel seiner großen Improvisationskunst. Während er bei "Lobe den Herren" den Cantus firmus (die Singstimme) im Pedal spielte, folgte mit "Ein Haus voll Glorie schauet" ein Vorspiel, das die vielen Möglichkeiten und Klangfarben der Orgel zeigte.

Das Concerto C-Dur BWV 595 von Johann Sebastian Bach spielte Grohmann in hellen spritzigen Klangfarben, während er in dem Kleinen Flötenkonzert F-Dur von Justin Heinrich Knecht die sehr schönen Flötenstimmen der Orgel präsentieren konnte. Der Osterzeit angemessen folgten noch einmal zwei frei improvisierte Choralvorspiele über "Dies ist der Tag, den Gott gemacht" und "Wahrer Gott, wir glauben dir". Das erste Vorspiel war ein einziges großes Crescendo mit einer ununterbrochenen Spannung bis zum Schluss. Das zweite Stück spielte Grohmann als ein sehr getragenes Vorspiel, wiederum äußerst abwechslungsreich registriert.

Zum 50. Todestag von John Ireland folgte seine "Miniature Suite for Organ" in drei Sätzen, meisterhaft und sehr dynamisch interpretiert. Sein Programm beschloss Grohmann mit der "Suite Carmélite" von Jean Françaix zu dessen 100. Geburtstag. In dieser 1938 komponierten sog. Karmeliterinnen-Suite werden die verschiedenen Charaktere von sechs Karmeliterinnen-Schwestern musikalisch dargestellt. Das abwechslungsreiche Stück schließt mit einem majestätisch anmutenden Satz über die Mutter Maria vom heiligen Augustinus "Mère Marie de Saint-Augustin", in dem die große Klangfülle und das reiche Fundament dieser schönen Orgel noch einmal eindrucksvoll zur Geltung kam.

Nach lang anhaltendem stehendem Applaus der begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer bedankte sich die "Haus-Organistin" Agnes van Bergerem bei Christoph Grohmann und seiner Frau Gertrud, die ihm assistiert hatte. Der Organist seinerseits bedankte sich mit einer eindrucksvollen Zugabe, die einem der Besucher gewidmet war. In einer großen Improvisation verarbeitete er u.a. "Viel Glück und viel Segen". Die Improvisation endete mit "Zum Geburtstag viel Glück" als Cantus firmus im Pedal gespielt, über dem in den Manualen die bekannte Toccata aus der V. Symphonie von Charles Marie Widor angedeutet wurde - wahrlich meisterhaft verarbeitet und von den Besuchern mit erneut stehenden Ovationen dankbar quittiert, die eine Sternstunde der Orgelmusik in St. Margaretha Ostenfelde erlebten.

 

Sonntag, 3. Juni 2012 – „St. Mauritius“ Enniger
1. Auftritt des Kinderchores im Familiengottesdienst

Internetbericht („Schaufenster Ennigerloh“ – Montag, 4. Juni 2012 – Melanie Warkentin)
Debütauftritt des Ennigerloher Kinderchores

siehe Internetbericht

 

Mittwoch, 18. April 2012 – Jakobushaus Ennigerloh
Bericht über den neuen Kinderchor in der Tageszeitung „Die Glocke“


Bild: Strotmann

Alles hört auf sein Kommando: Andreas Unger gibt den Takt vor, wenn der katholische Kinderchor im Jakobushaus probt.

Zeitungsbericht („Die Glocke“ – Mittwoch, 18. April 2012 – Strotmann - jes)
Mit dem Honigbär entdecken Kinder ihre Singstimme

Beherzt greift sich Andreas Unger ins Haar und zieht daran. Begeistert machen es ihm 14 Kinder nach und lernen dabei noch etwas: „Wir ziehen uns am Haarschopf nach oben, weil wir beim Singen einen geraden Rücken machen wollen“, erklärt der Chorleiter. Wer Kinder für das Singen begeistern möchte, muss sich etwas einfallen lassen – und so wird es beim neu gegründeten katholischen Kinderchor nie langweilig.

Schon beim Einsingen zu Beginn der Chorprobe im Jakobushaus geht es nicht etwa um das steife Nachsingen von Noten. Im Kinderchor wird dabei die Geschichte vom honigsuchenden Bären erzählt. „Wo, wo, wo – wo ist der Honig?“, jauchzen die Kinder.

Kurz darauf zeigen die Finger der kleinen Sänger nach oben: „Da, da, da!“, singen sie, als der Bär den Honig auf dem Dachboden entdeckt. „Mir macht es viel Spaß, Kinder an das Singen heranzuführen“, erklärt Andreas Unger, der den Chor ins Leben gerufen hat.

Zudem sei der Chor eine ideale Ergänzung, um das bestehende musikalische Angebot der Kirchengemeinde zu erweitern. „So können wir alle von Jung bis Alt ansprechen und auf breiter Basis viel auf die Beine stellen. Vielleicht entsteht so noch ein Jugendchor“, blickt der 39-jährige Kirchenmusiker optimistisch voraus.

Der Chor hat durchaus einen religiösen Hintergrund, der katholische Glauben sei jedoch keine Zugangsvoraussetzung, betont der Chorleiter. „Es sollte allerdings die Bereitschaft bestehen, einmal monatlich im Familiengottesdienst mitzusingen“, sagt er.

Bei der Liederauswahl geht es Unger vor allem darum, dass die Kinder ihre Stimme kennenlernen und Freude am Singen entwickeln. „Aber ich möchte die Kinder auch über den Gesang an den Glauben heranführen“, betont der Kirchenmusiker. So erschließt sich die Liederabfolge bei der Probe: Auf „Preis und Ehre sei Gott“ folgt „Der Trommelkönig Kalimbimbo“.

Während bei der jüngeren Chorgruppe noch viel Bewegung im Spiel ist, konzentrieren sich die Älteren schon mehr auf ihre Noten. Für ihr „Kyrie eleison“ bekommen sie ein Sonderlob vom Chorleiter. „Die große Lernfähigkeit von Kindern ist immer wieder beeindruckend. Wobei sie ihre Stimme heute nicht mehr so intensiv wahrnehmen, weil zu Hause nicht mehr viel gesungen wird“, meint Unger.

Hintergrund

Der katholische Kinderchor richtet sich an Mädchen und Jungen ab fünf Jahren und probt in zwei Gruppen. Die jüngeren Sänger bis zum ersten Schuljahr treffen sich während der Schulzeit jeden Donnerstag von 16.30 bis 17.10 im Jakobushaus Ennigerloh. Danach sind die Älteren (zweites bis sechstes Schuljahr) an der Reihe. Sie treffen sich von 17.15 bis 18 Uhr. In den Ferien finden keine Proben statt. Der Chor ist vor allem für Kinder aus Ennigerloh und Enniger gedacht, da Unger als Kirchenmusiker für diese beiden Ortsteile zuständig ist. […].

 

Sonntag, 25. März 2012 – St. Jakobus Ennigerloh
Die sieben Worte des Erlösers am Kreuze – Kirchenmusikalische Andacht in der Fastenzeit

Texte: Andreas Dieckmann • Orgel: Andreas Unger

… kein Bericht …

 

Sonntag, 11. März 2012 – St. Mauritius Enniger
Abschlussveranstaltung Frühjahrsakademie 2012

Violine: Franziska Hoppe • Orgel: Andreas Unger • Texte: Beate Hoppe‑Koch

… kein Bericht …

 

Donnerstag, 26. Januar 2012 – Mauritiusheim Enniger
Hauptversammlung des kath. Kirchenchores „St. Mauritius“ Enniger

Zeitungsmeldung („Die Glocke“ – Dienstag, 31. Januar 2012 – dis)
Kirchenchor und Gemeinde erwartet ein spannendes Jahr

Die Aufbruchs­stimmung beim Kirchenchor St. Mauritius Enniger war bei der Jahreshaupt­versammlung im Mauritiusheim spürbar.

Zustimmung bei den Mitgliedern finden die musikalischen Ziele des neuen Kirchenmusikers Andreas Unger.

Heinz Altebockwinkel tritt die Nachfolge von Mechthild Stratmann als Kassierer an, während diese als Beisitzerin im Vorstand bleibt. Wieder gewählt wurden die Stellvertretende Vorsitzende Monika Kuhlmann und Beisitzerin Edith Wessel. Ihren letzten Kassenbericht schloss Mechthild Stratmann mit einem Minus ab. Marion Schmelter sagte, dass einige Ausgaben, wie die für Krankenbesuche, wichtig für den Zusammenhalt des Chores seien. Ein Präsent erhielt Notenwart Peter Stratmann, der im Hintergrund viel Arbeit im Archiv leiste.

Pfarrer Axel Heinekamp, der in Enniger wohnt und seit ein paar Monaten 2011 Mitglied im Seelsorgeteam ist, stellte sich bei der Versammlung als neuer Präses or. Der neue Kirchenmusiker Andreas Unger plant zwei Weihnachtskonzerte am 29. und am 30. Dezember mit Streichmusikern und den beiden Kirchenchören St. Mauritius Enniger und St. Jakobus Ennigerloh in den Pfarrkirchen. „Es ist machbar. Ich glaube, dass es ein großartiges Ziel für beide Chöre ist“, zeigte sich Unger überzeugt. Er leitet beide Kirchenchöre und treibt sein Vorhaben mit viel Elan voran. „Ich möchte kein Schmalspurmusiker sein“, betonte der 39-Jährige

Kirchenmusiker Unger fühlt sich wohl in der Gemeinde. Zufrieden ist er mit den ersten Probenergebnissen. Er findet, dass man bereits Fortschritte mache. Es wird keine Sommerpause bei den Proben geben. Der Chor begrüßte dies mit blick auf dei geplanten Ziele. Die Vorsitzende Marion Schmelter bestätigte die ersten guten Eindrücke des neuen Chorleiters. „Durch sein großes Fachwissen bringt es Autorität in die Proben“, urteilte sie. Er motiviere und pflege ein freundliches Miteinander mit den Chormitgliedern. Der Chor werde mehr gefordert, was die Sänger gern akzeptierten.

Marion Schmelter freute sich dass Astrid Richter als Sängerin n den Chor zurückkehrte. Die Vorsitzende schloss die Versammlung mit den Worten: „Singen ist etwas Schönes. Uns und die Gemeinde erwartet ein spannendes Jahr.“

 

Dienstag, 24. Januar 2012 – Jakobushaus Ennigerloh
Hauptversammlung des kath. Kirchenchores „St. Jakobus“ Ennigerloh

Zeitungsmeldung („Die Glocke“ – Dienstag, 31. Januar 2012)
Elisabeth Kochmann übernimmt Ruder

Wechsel an der Spitze des Kirchenchors St. Jakobus Ennigerloh: Elisabeth Kochmann hat sich während der Jahres­haupt­versammlung nach ein­stimmiger Wahl bereiterklärt, diese Aufgabe zu über­nehmen. Angelika Gottwald stand nach mehr­jähriger Leitung für das Amt der Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung.

Neue Kassiererin ist Mechthild Kramer. Der weite Vorsitzende Josef Northoff sowie Schriftführerin Gerda Pähler wurden einstimmig wieder gewählt. Als langjährige Notenwartin wird Anneliese Kraeft nun von Mechthild Kramer unterstützt. Um die Gemütlichkeit werden sich Hugo Kretz, Angelika Gottwald und Maria Edelmeier im Fest­ausschuss kümmern. Anne Hasslake und Norbert Horstmann werden die Kasse prüfen.

Zunächst hatte Präses Pfarrer Andreas Dieckmann alle Teilnehmer sowie den neuen Chorleiter Andreas Unger willkommen geheißen. Dieckmann erklärte die Sicht der Kirche zum Thema Chorgesang im Gottesdienst, die diesen als wesentlichen Bestand­teil des gemeindlichen Vollzugs des Gottesdienstes sehe.

Danach standen Formalitäten auf der Tagesordnung, wie die Verlesung des Jahres­berichtes durch die Schriftführerin und der Bericht der Kassiererin, deren Entlastung durch die Kassen­prüfung erfolgte.

Elisabeth Kochmann übernahm die Versammlungs­leitung, bedankte sich für das Vertrauen und freute sich auf die Arbeit mit dem neu gewählten Vorstand. Dann übergab sie Chorleiter Unger das Wort. Dieser berichtete über seine Pläne zu Ostern die Missa Pax in Terra von Herbert Blum aufzuführen. Gerne würde er meit einem Projekt­chor, der aus Teil­nehmern der beiden Kirchen­chören aus Ennigerloh und Enniger und weiteren interessierten Sängern bestehen soll, das Weihnachts­oratorium „Oratorio de Noël“ von Camille Saint-Saëns mit Solisten du Orchester aufführe. Dazu werde es zu gegebener Zeit genauere Informationen geben.

 

Donnerstag, 1. Dezember 2011 – Ennigerloh + Enniger
Interview zum Arbeitsbeginn mit der Tageszeitung „Die Glocke“


Bild: Rautenstrauch

Nicht nur an der Ladegast-Orgel in St. Jakobus Enniger­loh und an der Klein-Orgel in St. Mauritius Enniger wird der neue Kirchen­musiker Andreas Unger sitzen. Der 39-Jährige möchte einen Kinder­chor aufbauen und große geist­liche Kon­zerte ver­anstalten

Zeitungsinterview („Die Glocke“ – Freitag, 20. Januar 2012 – Anke Rautenstrauch)
Kirchenmusiker Andreas Unger hegt große Pläne

Andreas Unger ist neuer Kirchenmusiker in Ennigerloh und Enniger. Bereits Anfang Dezember hat der 39-Jährige sein Amt angetreten.

Vor mehr als einem Jahr hatte der langjährige Kirchenmusiker Jens P. Cyganek der Drubbelstadt den Rücken gekehrt. Seither war seine Stelle unbesetzt. Nach monatelanger Suche gingen mehrere Bewerbungen in der Kirchengemeinde ein. Die Wahl fiel auf Andreas Unger. „Er hat sich sehr gut und überzeugend präsentiert“, sagt Pfarrer Andreas Dieckmann, der sich auf die Zusammenarbeit mit Unger freut.

„Eine gut gestaltete Liturgie lebt von der Kirchenmusik und ist ein Wechselspiel zwischen der Musik und dem Pastor“, betont der Pfarrer. „Bestimmte Elemente lassen sich über die Musik gut erschließen. Außerdem gelingt es über die Kirchenmusik leichter als mit dem gesprochenen Wort, die christliche Botschaft zu vermitteln.“ Unger werde nach der Fusion aller Ennigerloher Pfarrgemeinden auch die Kirchenmusik in der gesamten Seelsorgeeinheit koordinieren, ergänzt Dieckmann.

„Ich freue mich, dass ich in Ennigerloh eine neue berufliche Herausforderung gefunden habe und wieder im Münsterland sein kann“, stellt der Kirchenmusiker nach den ersten Wochen fest.

Andreas Unger hat bereits viele positive Rückmeldungen erhalten. „Es ist schön, dass die Gemeinden so kräftig mitsingen. Und die Kirchenchöre St. Jakobus und St. Mauritius, deren Leitung ich übernehmen durfte, bieten ein gutes Potenzial. Damit lässt sich arbeiten.“

Der neue Kirchenmusiker hegt große Pläne: „Wichtig ist mir die Nachwuchsarbeit. Ich möchte einen Kinderchor aufbauen, der mehrstimmig singt. Mein langfristiges Ziel ist es, von dort junge Stimmen für die Kantorei zu bekommen.“ Und er geht gedanklich noch einen Schritt weiter: „Vielleicht erwächst sogar ein Jugend- oder ein Projektchor, der sich zum Beispiel auch für A-capella-Gesang oder gregorianischen Choral begeistern lässt.“ Der neue Kirchenmusiker möchte zudem Verbindungen zur Kreismusikschule knüpfen.

Fest steht auch, dass Unger große geistliche Kirchenkonzerte veranstalten und anspruchsvolle Chormusik in den Gottesdiensten etablieren möchte. „Ich möchte etwas Neues ausprobieren.“ Was sich umsetzen lässt, will Unger abwarten: „Ideen habe ich viele. Ich möchte kein Alleinunterhalter sein, das vorhandene Potenzial so gut wie möglich einbinden und zum Beispiel auch mit Instrumentalisten zusammenarbeiten. Ich werde sehen, was die Gemeinde wünscht, das sinnvoll abwägen und gemeinsam mit dem Seelsorgeteam entscheiden.“

Zur Person

Andreas Unger ist 39 Jahre alt. Geboren wurde er in Münster, aufgewachsen ist Andreas Unger in Essen. ,,Dort bin ich als Kind bei den Domsingknaben gewesen. Diese Zeit hat mich geprägt", berichtet er. Nach der Schule entschloss Andreas Unger sich, an der Robert-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf Kirchenmusik zu studieren. Von 1998 bis 2004 war Andreas Unger als Kirchenmusiker in der Seelsorgeeinheit der Pfarrgemeinden St. Rupert und St. Hildegard Bingen-Bingerbruck sowie in St. Peter und St. Paul Münster-Sarmsheim und in St. Clemens in Trechtingshausen (Bistum Trier) tätig. Von 2005 bis 2011 arbeitete er als Kirchenmusiker in der Pfarreiengemeinschaft Vorderhunsrück und als Dekanatskantor im Dekanat St. Goar.

Seit Dezember 2011 ist Andreas Unger nun Kirchenmusiker in Enniger und Ennigerloh. Er bietet Orgel- und Klavierunterricht für Kinder und Erwachsene an.

 

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