Rückblick 2014

 

Aktueller Rückblick

 

Sonntag, 28. Dezember 2014 • Kath. Pfarrkirche St. Jakobus Ennigerloh
Lieder zum Fest • Chorkonzert

Männerchor Ennigerloh • Leitung.: Andreas Warschkow • Orgel: Andreas Unger

 

2. Advent, Sonntag, 7. Dezember 2014 • Kath. Pfarrkirche St. Margaretha Ostenfelde
Adventskonzert

Chöre St. Margaretha Ostenfelde • Bläserquintett aus Rietberg/Harsewinkel • Orgel: Andreas Unger • Gesamtleitung: Agnes van Bergerem

Der Pfarr­cäcilien­chor, die Young Voices und der Kinder­chor der St.-Marga­retha-Gemeinde Osten­felde traten am Sonntag­abend in der Kirche auf. Sie wurden von Andreas Unger und dem Bläser­quintett aus Riet­berg/Hase­winkel unter­stützt.

Erhabene Klänge ließ das Bläser­quintett aus Riet­berg/Hase­winkel er­klingen. Das Bild zeigt (v. l.) Bernd Theißing, Leonie Altehülshorst, Fabian Huster (alle Trompete), Benedikt Altehülshorst (Posaune) und Johannes Theißing (Tuba)


Pfarrer Klaus Lammers be­grüßte die vielen Besucher in der Pfarr­kirche St. Marga­retha in Osten­felde

Bilder: Ludwig

Zeitungsbericht („Die Glocke“ – Dienstag, 9. Dezember 2014 – Ludwig – clu)
Musik zum Advent vom Feinsten

Das konnte sich hören lassen: Am Abend des zweiten Adventssonntags sind die Chöre der St.-Margaretha-Gemeinde Ostenfelde zu einem gemeinsamen Adventskonzert aufgetreten. Mit dabei waren der Pfarrcäcilienchor, die Young Voices und der Kinderchor – mal einzeln, mal gemeinsam.

An vielen Stellen sangen die Chöre auch mit den zahlreich erschienenden Zuhörern die nicht alle einen Sitzplatz in der St.-Margaretha-Kirche fanden. Der Ennigerloher Kirchenmusiker Andreas Unger stimmte zur Begrüßung die erhabene „Toccata on ‚Veni Emmanuel’“ von Andrew Carter auf der Kirchenorgel an.

Pfarrer Klaus Lammers begrüßte die Gäste mit einem kurzen Grußwort und überließ den Musikern dann schnell die Bühne, während Andreas Unger vor den Chören an der kleinen Heimorgel Platz nahm.

Was dann folgte, war mehr als eine Stunde Musik zum Advent vom Feinsten. Die Zuhörer hatten Programmzettel erhalten, auf denen die Texte der Stücke abgedruckt waren, die gemeinsam gesungen werden konnten. Dies geschah etwas bei Georg Friedrich Händels berühmtem Stück „Tochter Zion“. Die erste Strophe sangen die Chöre, dann stieg das Publikum mit ein, das sich gern beteiligte.

Chorleiter Agens von Bergerem dirigierte beide Seiten und sorgte sowohl bei den Chören als auch bei den Gästen für den richtigen Rhythmus. Das Bläserquintett aus Rietberg/Harsewinkel setzte ab der zweiten Strophe ebenfalls mit ein, und Andreas Unger ließ die Orgel so ertönen, dass sie den gemeinsamen Gesang zwar begleitete, sich aber nicht in den Vordergrund drängte.

So wechselten sich die Formationen immer wieder ab. Auch die Adventsgeschichte „Die vier Kerzen“, die Jonathan Kottenstedte vorlas, gehörte zum Programm. Zum Abschluss spielte das Bläserquintett eine Zugabe und auch die Chöre ließ das begeisterte Publikum nicht gehen, bevor sie nicht noch einmal „Dona nobis pacem“ von Mary Lynn Lightfoot gesungen hatten. „Denn der Friede in der Welt ist wichtig und nötig“, unterstrich Agnes van Bergerem.

Am Ende des Konzerts baten die Verantwortlichen um eine Türkollekte, um die Kosten decken zu können.

   Onlineartikel

 

1. Advent, Sonntag, 30. November 2014 • Kath. Pfarrkirche St. Jakobus Ennigerloh
Adventliches Orgelkonzert

Orgel: Bethold Labuda, Beckum

 

Sonntag, 23. November 2014 • Kath. Pfarrkirche St. Mauritius Enniger
Orgelkonzert mit Bildern für Kinder

Sprecherin: Petra Helbeck • Pauke: Thilo Braunsmann • Orgel: Andreas Unger • Technik: Claudia Hoppe

Rainer Bohm: Die Bremer Stadtmusikanten (Bilder: Hartmut Mezger)

Zeitungsbericht („Die Glocke“ – Dienstag, 25. November 2014 – Fietz – fie)
Orgel begleitet die Bremer Stadtmusikanten

„Es war einmal ein alter Esel, der mit seinen Kräften am Ende war. Da er immer untauglicher für seine Arbeit wurde, wollte ihn der Müller schließlich fotjagen“, liest Petra Helbeck vor. Dramatisch setzt in der St.-Mauritius-Kirche in Enniger die Orgelmusik ein, dumpf und dunkel malt sie die Erschöpfung des Tiers aus. Begleitet von einer schnelleren Melodie erscheint auf der Leinwand ein Bild, der Esel flüchtet. Wie soll es jetzt weitergehen? Der Esel könnte ein Bremer Stadtmusikant werden. Frohen Mutes macht sich das Tier auf den Weg.

Zahlreiche Kinder verfolgten am Sonntag mit Eltern und Großeltern das Orgelkonzert in der St.-Mauritius-Kirche. Die Musik hatte Rainer Bohm komponiert. „Wir wollen den Kindern das Instrument Orgel näher bringen“, erklärte Kirchenmusiker Andreas Unger, der die Orgel spielte.

Auf der Leinwand erschienen passend zur Geschichte Bilder von Hartmut Mezger. Sie zeigten, wie der Esel auf dem Langen Weg nach Bremen seine berühmten Gefährten findet. Ein erschöpfter Jagdhund schließt sich ihm an. Er könne ja die Pauke schlagen, schlägt der Esel vor. Thilo Braunsmann übernahm dies in der Kirche. Staunend sahen ihn die kleinen Konzertbesucher die ihn, gebannt von der Geschichte zuerst gar nicht bemerkt hatten. Auch die in die Jahre gekommene Katze, die keine Mäuse mehr jagen will, geht mit den ungleichen Freunden nach Bremen. Beschwingte Orgelmusik beschreibt die Freude der drei, einander gefunden zu haben.

Als sie auf den Hahn stoßen, der laut schreiend auf dem Hoftor sitzt, donnert die Orgel plötzlich so laut los, dass sich ein Kinde erschrocken zunächst die Ohren zuhält. Das Brüllen der Stadtmusikanten, als sie erfolgreich später das Haus der Räuber übernehmen, wird eindrucksvoll von der lauten, bedrohlich klingenden Musik dargestellt. Zufrieden lassen sich die Freude n dem Häuschen nieder und legen sich zur Ruhe. Das Schlaflied „Weißt du wie viel Sternlein stehen“ ertönt sanft und läutet das Ende der Vorstellung ein. René Zumbült, der mit seiner Oma Christine das Konzert besuchte, hätte die Geschichte am liebsten gleich nachgespielt. Er war so begeistert, dass er gleich nach dem letzten Ton seinen Freunden die Rollen zuteilte, er selbst wollte der Esel sein.

Nach dem Konzert stellte Andreas Unger den Kindern sein Instrument in einer Führung vor. „Die meisten haben keine Vorstellung davon, wie groß eine Orgel ist“, sagte er. Die jungen und Mädchen durften in die Orgel klettern und die Pfeifen blasen.

   Am Samstag, 14. März 2015 gab es eine zweite erfolgreiche Aufführung in der Kirche „St. Stephanus“ Beckum

Wenn Sie Interesse haben, würde ich gerne in Ihrer Kirche dieses Orgelkonzert für Kinder spielen. Dies könnte ein besonders Highlight bei Gemeindefesten, kirchlichen Kindertagen, Orgelwochen etc. werden. Bitte sprechen Sie mich an.

 

Sonntag, 16. November 2014 • Kath. Pfarrkirche St. Jakobus Ennigerloh
Festhochamt zum 125-jährigen Jubiläum des kath. Kirchenchores „St. Jakobus“ Ennigerloh - Cäcilienfest

Kath. Kirchenchor „St. Jakobus“ Ennigerloh • Projektchor • Sopran: Cordula Clemens • Alt: Barbara Kramer • Tenor: Dirk Paulsen • Bass: Stefan Drees • Streicherensemble St. Jakobus Ennigerloh • Mitglieder des Kammerorchester der Kreismusikschule Warendorf • Orgel: Martin Geukes

Wolfgang Amadeus Mozart: Missa brevis G-Dur (KV 49) • Kirchensonate G-Dur (KV 241)

Zeitungsankündigung („Die Glocke“ – Samstag, 15. November 2014 – Schomakers – dis)
Orchestermesse zum Jubiläum

„Wer singend Gott, den Herren, loben kann, der fängt schon in dieser Zeit das ewige Leben an.“ Mit diesem Zitat des Angelus Silesius (1624–1677) weist Pfarrer Andreas Dieckmann auf das Chorjubiläum des Kirchenchors St. Jakobus Ennigerloh hin. In einem Festhochamt mit Orchestermesse feiert der Chor am morgigen Sonntag, 16. November, sein 125-jähriges Bestehen.

[…] Die Vorbereitungen seien eine anspruchsvolle Aufgabe gewesen, erklärt Andreas Unger. Chöre und Solisten hätten eine intensive Vorbereitungszeit hinter sich. Mit dem Ergebnis sei er aber zufrieden, und trotz aller Anstrengungen sei Singen für ihn das Höchste. Die gute Basis des Chors ermögliche es ihm musikalisch die anspruchsvolle Messe zu singen.

Mit dem Ergebnis der vielen Proben ist auch die Chorvorsitzende Elisabeth Kochmann zufrieden. Sie verspricht ein hörenswertes Jubiläumsfest.

Hintergrund

Der Chor der Pfarrgemeinde St. Jakobus Ennigerloh wurde 1889 erstmals als Kirchengesangverein erwähnt. Beim Amt Oelde beantragte der Chor die Durchführung der Weihnachtsfestspiele.

Doch es ist zu vermuten, dass die Anfänge des Chores weiter zurückliegen. Pfarrer Andreas Dieckmann fand Hinweise in kirchlichen Unterlagen aus dem Jahr 1613. Darin heißt es, der Pfarrer solle in der Schule Sorge tragen, dass die Schüler für den täglichen Vespergesang in der Kirche übten.

Auch in späteren Jahren wurden die Kinder im Choralgesang unerwiesen. Im Jahr 1928 erlaubte eine Satzungsänderung, dass auch Frauen Mitlieder des „Gesangsverein Cäcilia Ennigerloh“ werden durften.

Während der Naziregimes ruhte die Chorarbeit, die erst 1945 mit Lehrer Josef Meschede als Chorleiter wieder aufgenommen wurde. 1958 erfolgte die Namensänderung in Kirchenchor St. Jakobus Ennigerloh. Die Grundsteinlegung und die Einweihung der Kirche St. Ludgerus begleite der Kirchenchor in den Jahren 1958 und 1959. Der Kirchenchor St. Ludgerus wurde 1969 gegründet, beide Chöre gaben bereits im Darauf folgenden Jahr ein gemeinsames Konzert.

Der Chor der Gemeinde St. Jakobus sang bis heute unter sieben Pastoren und zwölf Chorleitern. Zur Zeit der Gründung war Pfarrer Johann Heinrich Blankensteiner Präses des Chors. In den 125 Chorjahren gab es elf Vorsitzende. Der erst Chorleiter war Joseph Bott. Heute singt der Kirchenchor unter Leitung von Andreas Unger bei allen Hochfesten wie Ostern und Weihnachten in der St.-Jakobus-Kirche. Dazu kommen weitere Auftritte wie in diesem Jahr auf der Landesgartenschau in Zülpich.

 

Sonntag, 26. Oktober 2014 • Kath. Pfarrkirche St. Jakobus Ennigerloh
Benefizkonzert

Schola Ennigerloh • Taka Tun, Münster (Ltg.: Dorothee Marx) • Skysingers, Ostbevern (Ltg.: Durkhard Orthaus)

Zeitungsbericht(„Die Glocke“ – Dienstag, 28. Oktober 2014 – Ludwig – clu)
Zuhörer lassen sich mitreißen

Dorothee Marx beugte sich etwas nach vorn, wippte rhythmisch und fing an, ein afro-kubanisches Lied zu singen. Dazu kamen Trommel- und rhythmische Perkussionsklänge. Es waren ungewohnte Klänge, die am Sonntagabend in der St.-Jakobus-Kirche erklungen sind. Doch sie passten zum Benefizkonzert des Ennigerloher Kolumbienkreises.

„Sie können gern mitsingen und sich von der Lebensfreude dieser Lieder anstecken lassen“, hatte Dorothee Marx, die den Chor „Taka Tun - La Conga Alemana“ aus Münster-Wolbeck leitet, direkt zu Beginn klargestellt. Die vielen Besucher ließen sich gern mitreißen, klatschten und sangen sofort mit. Das Lied hieß „Saludo a Eleggua“.

Die Chorleiterin hatte zuerst Bedenken, in der Jakobuskirche aufzutreten. „Trommel- und Perkussionsmusik hatten wir noch nie in einem Kirchengebäude. Die Akustik eines solchen Gebäudes ist uns noch nicht vertraut“, sagte sei. Der überwältigende Klang überzeugte dann aber schnell sowohl die Chorleiterin, als auch die Zuhörer, die auch beim ruhigen Lied „El Pescador“ mitmachten.

„Dies ist ein typisch, kolumbianisches Lied und passt daher thematisch gut zu Benefizkonzert“, erklärte Dorothee Marx.

Zu Beginn der Konzerts trat die Schola Ennigerloh auf. Unter Leitung von Andreas Unger sangen die Frauen aus Ennigerloh und Enniger klassische Kirchenmusik. Es wurden allerdings keine getragenen Werke, sonder fröhliche Stücke interpretiert. Abschließend traten die Skysingers unter Leitung von Burkhard Orthaus auf und sangen Gospelsongs, etwa „Come, praise the Lord“.

Im Anschluss wurde um Spenden für die Arbeit der „Schwestern vom Armen Kinde Jesus“ in Bogota gebeten.

 

Samstag, 27. September 2014 • Münster (Westf.)
Singen der Schola Ennigerloh beim Domweihjubiläum


Bild: Afflerbach

Zeitungsankündigung („Die Glocke“ – Donnerstag, 25. September 2014 – Afflerbach – ara)
Schola-Projekt begann mit Einladung des Bistums

Der seit 1998 bestehende Chor Schola Ennigerloh, der laut Chormitglied Elsbeth Welke aus mittlerweile 18 Sängerinnen besteht, ist vom Bistum Münster eingeladen worden, beim Domjubiläum aufzutreten. Am Samstag, 27. September, wird in Münster das 750-jährige Bestehen des Gotteshauses gefeiert. Nach der Einladung rief Chorleiter Andreas Unger das Schola-Musikprojekt ins Leben.

„Mir kam der Gedanke, durch dieses Projekt den Kinderchor La Ola, die Schola Ennigerloh sowie Gemeindeglieder aus Ennigerloh und Enniger zu verbinden“, erklärt er. Ungers Idee wird seit August umgesetzt, seitdem ist die intensive Vorbereitung des Schola-Projekts auf das Domjubiläum zügig vorangeschritten. Im Mittelpunkt der Chorarbeit stehen neue geistliche Lieder und die Mitgestaltung der Gottesdienste in den Pfarrgemeinden St. Jakobus Ennigerloh und St. Mauritius in Enniger.

„Ziel ist es, Freude am Singen zu haben. Dies steht bei uns an erster Stelle“, berichtet Elsbeth Welke, die seit 1998 dem Chor Schola angehört. Spaß und Freude ist den Musikern zwischen 17 und Mitte 50 Jahren bei der Probe im Jakobushaus anzusehen.

In Münster werden die Sängerinnen am Samstag ab 15.20 Uhr auf einer offenen Chorbühne vor der Lambertikirche auftreten. Im halbstündigen Rhythmus präsentieren verschiedene Chöre beim Domjubiläum ihr Können und gestalten auf diese Weise die Feier mit. Für die Musiker ist es kein Problem, dass sie am Samstag die Eröffnung des Mettwurstmarkts in Ennigerloh verpassen. „Es ist uns eine große Ehre, vom Bistum Münster eingeladen worden zu sein“, betont Chormitglied Anne Scholz-Aufderheide.

Weitere Aktivitäten des Chors sind bereits in Planung. Dazu gehören ein Benefiz-Konzert am Sonntag, 26. Oktober, ab 17 Uhr in der St.-Jakobus-Kirche sowie Auftritte zur Weihnachtszeit. Auch englischsprachige Lieder gehören zum Repertoire des Schola-Projekts. […]

   Onlineartikel

   Bildergalerie

 

Sonntag, 24. August 2014 • „St. Jakobus“ Ennigerloh
Festliches Orgelkonzert

Orgel: Prof. Tomasz Adam Nowak

Zeitungsbericht („Die Glocke“ – Dienstag, 26. August 2014 – Chris Ludwig – clu)
Heitere Klänge und mystische Untertöne auf Ladegast-Orgel

Klanggewaltige und erhabene Orgelmusik ist am Sonntagabend in der Ennigerloher St.-Jakobus-Kirche erklungen. Zum festlichen Orgelkonzert setzte sich der renommierte Kirchenmusiker Prof. Tomasz Adam Nowak höchstpersönlich an das frisch restaurierte Instrument. Er ist Hauptorganist an der St.-Lambert-Kirche in Münster sowie Leiter der Abteilung Kirchenmusik an der Musikhochschule Detmold.

„Wir erleben Gott an diesem Abend auf eine andere Weise als durch die Wortverkündigung“, betonte Pfarrer Axel Heinekamp in seiner kurzen Begrüßungsrede. Mehr als 100 Besucher waren gekommen, um an dem Konzert teilzuhaben.

Prof. Nowak spielte eingangs aus dem Werk Johann Sebastian Bachs. Ein Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt auf dem Gesamtwerk dieses Komponisten. Auf der Ladegast-Orgel spielte er die Sinfonia aus der Kantate 146 des Stücks „Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen“. Sanft und in einzelnen Passagen erhaben erklang das Werk auf dem 1876 erbauten Instrument.

Wie facettenreich das Werk Bachs ist, demonstrierte Prof. Nowak mit „An Wasserflüssen Babylon“ aus dem Bachwerkverzeichnis (BWV 653). Ein getragenes, in Melodie und Rhythmik fließendes Klanggebilde mit einem Hauch Melancholie. Einige Konzertbesucher hielten mit geschlossenen Augen inspiriert inne.

Sechs Stücke in kanonischer Form von Robert Schumann gehörten ebenfalls zum Konzertprogramm. Claude Debussys „Prélude àl’après midi d’un faune“ kam dann mit mystischen, dunklen Untertönen daher.

Anregend spielte Prof. Nowak „Thema und Variationen As-Dur“ von Louis Thiele. Das Stück wurde zum Ende hin immer temporeicher, so dass der Organist auch körperlich mit dem Rhythmus mitging.

Improvisationen über gegebene Themen, von Prof. Nowak selbst arrangiert, rundeten das festliche Orgelkonzert ab. Sie erinnerten einerseits an typische Kirchenmusik, zeigten andererseits aber auch die große Bandbreite des Orgelklangs.

Prof. Tomsaz Adam Nowak schaffte es sogar, das frisch restaurierte Instrument zeitweise wie ein Klavier klingen zu lassen.

 

August 2014 • Ennigerloh
Jubiläum 125 Jahre Kirchenchor „St. Jakobus“ Ennigerloh

Zeitungsbericht („Die Glocke“ – Montag, 25. August 2014 – Schomakers – dis)
Jubiläumsvorbereitungen laufen auf Hochtouren

Am Sonntag, 16. November, feiert der Kirchenchor St. Jakobus Ennigerloh sein 125-jähriges Chorjubiläum mit einem Cäcilienfesthochamt in der St.-Jakobus-Kirche. Der erste nachweisliche Beleg für den Kirchenchor stammt aus dem Jahr 1889. Noch unter dem Namen „Kirchengesangsverein“ wurde beim Amt Oelde die Durchführung eines Weihnachtsfestspiels beantragt Vermutlich ist der Kirchenchor älter.

Zusammen mit dem Kirchenmusiker Andreas Unger und den Chormitgliedern Hugo Kretz und Josef Northoff plant die Vorsitzende Elisabeth Kochmann die Chorjubiläumsfeier für den 16. November. Beginn ist um 11 Uhr. Zur Aufführung kommen Missa brevis in G-Dur (KV 49) und die Kirchensonate in G-Dur (KV 241) von Wolfgang Amadeus Mozart.

Für die musikalische Gestaltung zeichnet Kirchenmusiker Andreas Unger verantwortlich. Unter seiner Leitung singen der Kirchenchor St. Jakobus und die Solisten Cordula Clemens (Sopran), Barbara Kramer (Alt), Dirk Paulsen (Tenor) und Stefan Drees (Bass). „Die Messe wird ein klangliches Erlebnis, sei sehr spannend und erhalte eine „’besondere Facette’“, verspricht Unger. Beteiligt seien auch das Streicherensemble St. Jakobus Ennigerloh und das Kammerorchester der Kreismusikschule Warendorf. An der Orgel spielt Martin Geukes.

Zur Unterstützung ist ein Projektchor gegründet worden. Interessierte Sängerinnen und Sänger sind zu den wöchentlichen Proben am Dienstag im Jakobushaus Ennigerloh eingeladen. Probenbeginn ist um 20 Uhr.

Hintergrund

Es gibt nicht viele belegt Daten oder Bilder aus der Vergangenheit des Katholischen Kirchenchors St. Jakobus Ennigerloh. Die Vorsitzende Elisabeth Kochmann wüsste gern mehr über die Geschichte des Traditionschors, der in das Leben der Stadt Ennigerloh fest eingebunden ist. Doch es sind nur wenige Schriftstücke und Bilder vorhanden, die von der Geschichte des Ennigerloher Chors erzählen könnten.

Die höchste Zahl an Mitgliedern hatte der hor in den Jahren von 1947 bis 1959. Von einst 68 Mitgliedern sank die Zahl auf aktuelle 19 Mitglieder. Der Chor sang unter sieben Pastoren und zwölf Chorleitern. In den 125 Jahren des Chors gab es elf Vorsitzende.

Heute singt der Kirchenchor unter Leitung des Kirchenmusikers Andreas Unger bei allen Hochfesten wie Ostern und Weihnachten in der St.-Jakobus-Kirche. Dazu kommen weitere öffentliche Auftritte, wie in diesem Jahr auf der Landesgartenschau in Zülpich.

Ein besonders Erlebnis, an das sich die älteren Chormitglieder gern erinnern, war die Romreise mit Audienz bei Papst Johannes Paul II. Für Chorleiter Andreas Unger hat der Kirchenchor eine gute Chorbasis, die ihn musikalisch ermöglicht, die anspruchsvolle Jubiläumsmesse im November zu singen.

 

Samstag, 24. Mai 2014 • „St. Jakobus“ Ennigerloh
Weihe der Ladegast-Orgel

Orgel: Ulrich Grimpe • Kath. Kirchenchor „St. Jakobus“ Ennigerloh und Schola Ennigerloh

Zeitungsbericht („Die Glocke“ – Montag, 26. Mai 2014 – clu)
Neue Ära des Orgelspiels beginnt

„Unsere Orgel klingt wieder Was für ein Genuss!“ Die Worte von Pastoralreferentin Sabine Grimpe haben das ausgedrückt, was die Mitglieder der Ennigerloher Pfarrgemeinde St Jakobus am Samstagabend dachten. Viele waren in die Jakobuskirche gekommen, m die Orgelweihe in der Vorabendmesse zu erleben.

„Durch hohes Spendenaufkommen der Gemeinde und anderer Freunde der Kirchenmusik wurde die Restauration unserer Ladegast-Orgel ermöglicht“, unterstrich Pfarrer Andreas Dieckmann. „Die Restauration selbst ist wie eine gute Komposition abgelaufen“, hob der Pfarrer hervor, bevor er zu Orgelweihe schritt. Andächtige Stille breitete sich in der Kirche aus, und die freudige Erwartung auf das erste neue Orgelspiel stieg.

Nachdem Pfarrer Dieckmann die Orgel geweiht hatte, nahm der Diözesanmusikreferent und Orgelsachverständiger des Bistums Münster, Ulrich Grimpe, an dem 1876 erbauten, frisch restaurierten und nunmehr geweihten Instrument Platz. Mit Johann Sebastian Bachs Toccata und Fuge d-Moll, einem der bekanntesten Orgelwerke in der Musikgeschichte, leitete er die neue Ära des Orgelspiels in der St.-Jakobus-Kirche ein.

„Die Orgel ist in der Kirchengeschichte zur Königin der Instrumente geworden“, erläuterte Pastoralreferentin Sabine Grimpe. „Die Musik wiederum ist Nahrung für Seele und Glauben.“ In der Orgel zeige sich außerdem die Wirklichkeit in Kirche und Gemeinde. „Der Windhauch des Geistes Gottes bringt jede einzelne Pfeife zum Klingen. Von diesem Windhauch wird auch jedes einzelne Gemeindemitglied inspiriert“, erklärte die Pastoralreferentin. Musik ergreife die Seele, wie kaum ein anderes Medium. „Denken Sie nur an den Ohrwurm, die bekannte Melodie, die Ihnen immer wieder durch den Kopf geht“. Dazu gehörten auch das Prelude en si majeur von Camille Saint-Saëns und die Toccata d-Moll von Max Reger.

Der Kirchenchor St. Jakobus und die Schola unter Leitung des Kirchenmusikers Andreas Unger sangen mit Orgelunterstützung einige Stücke, etwa die Halleluja-Coda F-Dur von Colin Mawby.

Nach der Messe fanden sich viele Gemeindemitglieder vor dem Jakobushaus ein. Hier gab es einen kleinen Imbiss von der KLJB Ennigerloh sowie Getränke vom Pfarreirat.

Zeitungsbericht („Stadtanzeiger Ahlen“ – Sonntag, 25. Mai 2014 – sas)
Reinklang
Ladegast-Orgel ertönt wieder

Es ist vollbracht: Die Ladegast-Orgel in der Kirche St. Jakobus ertönt wieder. Das Recht des ersten Konzertes stand gestern Abend dem Organisten und Diözesanmusikreferenten Ulrich Grimpe zu, der zur feierlichen Orgelweihe alle Register zog und das Instrument seinen reinen Klang entfaltete. In den vergangenen Monaten hatten Orgelbauer Jan Werner und Intonateur Christoph Herz von der Bautzener Firma Eule die Ladegast-Orgel gründlich überprüft und umfassend renoviert. Zahlreihe Spenden ermöglichten die Arbeiten, an deren Ende ein mit Liebe zum Detail gestaltetes Prospekt und ein unvergesslicher Klang stehen.

„Die Pfeifenorgel soll in der lateinischen Kirche als traditionelles Musikinstrument in hohen Ehren gehalten werden; denn ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben“, heißt es im 2. Vatikanischen Konzil, Konstitution „Sacrosanctum Concilium“, Art. 120. Daran wollen sich die Ennigerloher künftig umso lieber halten.

[…]

 

Sonntag, 11. Mai 2014 • „St. Jakobus“ Ennigerloh
Sonntag, 18. Mai 2014 • „St. Mauritius“ Enniger
Szenische Osterkantate

Kinderchor „La Ola“ Ennigerloh+Enniger • Querflöte: Cordula Clemens

Kurt Grahl: Das ist der Tag, den Gott gemacht

Zeitungsankündigung („Die Glocke“ – Donnerstag, 8. Mai 2014 – ara)
Kinder stellen Auferstehung Jesu nach

„Was hat sich da zugetragen, an jenen österlichen Tagen? Als Gottes Sohn am Kreuze starb und für die Welt das Heil erwarb“, ertönt es in der St.-Jakobus-Kirche Ennigerloh. Der Kinderchor La Ola studiert die Osterkantate „Das ist der Tag, den Gott gemacht“ von Kurt Grahl ein. Die Aufführung wird in den Gottesdiensten am Sonntag, 11. Mai, 11 Uhr, in der St.-Jakobus-Kirche Ennigerloh und am Sonntag, 18. Mai, 9:30 Uhr, in der St.-Mauritius-Kirche Enniger zu sehen sein. Der Eintritt ist frei. Am Ende der beiden Gottesdienste bitten die Kinder bei der Türkollekte um eine Spende.

Seit Anfang des Jahres proben die zwölf Mädchen und Jungen unter Leitung von Andreas Unger einmal wöchentlich. „Ich hatte vor, ein größeres Projekt mit dem seit zwei Jahren bestehendem Chor La Ola zu starten“, erklärte der Chorleiter. „Mit Unterstützung der Eltern wurde schließlich die Idee der Osterkantate realisiert.“ Begleitet werden die Kinder bei den Auftritten von Querflötistin Cordula Clemens. Alessa Föge entwickelte das Bühnenbild, das die Kinder künstlerisch umgesetzt haben.

Andreas Unger wollte, dass die Osterbotschaft verkündet und szenisch dargestellt werde, Es sei ihm wichtig, den Kindern den Widerspruch nahe zu bringen zwischen der Trauer am leeren Grab und der Freude, als der Engel die Auferstehung Jesu verkündet.

In der Kantate finden Maria Magdalena, Johannes und Petrus das leere Grab. Ihnen erscheint ein Engel, der verkündet: „Der Herr ist wirklich auferstanden, sagt es allen, die ihn kannten.“ Die Kinder wirken gerne mit. „Es macht mir besonders Spaß, den Johannes spielen zu dürfen“, sagt Lara Michèle Steuer. Die 7-Jährige betont, dass sie gern im Kinderchor singt und sich auf die Chorproben freut. Diana, die in der Kantate den Petrus spielt, stimmt ihr zu: „Es macht Spaß, mit den anderen zu proben und zu singen“.

Kinder, die im Chor mitwirken möchten, sind bei den Proben willkommen. Sie beginnen donnerstags u 17.15 Uhr im Jakobushaus.

 

April 2014 • „St. Jakobus“ Ennigerloh
Bericht über die Orgelrenovierung im Stadtanzeiger Ahlen

Zeitungsbericht („Stadtanzeiger Ahlen“ – Sonntag, 6. April 2014 – amw)
Noch muss in der Kirche mucksmäuschenstill sein

Der klingende Lobpreis Gottes muss noch ein bisschen warten. Denn zur Zeit muss es in der Jakobuskirche mucksmäuschenstill sein. Orgelbauer sind noch in der kommenden Woche am Werk, um der restaurierten Ladegast-Orgel Töne beizubringen, und zwar harmonische.

985 gereinigte, aufgearbeitete Pfeifen werden derzeit intoniert. Und dazu brauchen Jan Werner und Christoph Herz von der Firma Hermann Eule Orgelbau aus Bautzen (gegründet 1872) absolute Ruhe. Pausen machen sie während der Beerdigungen und Gottesdienste. Ihre Arbeitszeit zieht sich oft in den Abend hinein. Damit sie nicht gestört werden, ist die Jakobuskirche derzeit für Besucher, die sie besichtigen, eine Kerze anzünden oder zu einem Gebet verweilen wollen geschlossen. Nach Ostern läuft der Betrieb wieder normal.

Bis dahin haben die Orgelbauer ein Mammutwerk vollbracht. Wie ein Puzzlespiel musste die zerlegte, überarbeitete Orgel wieder zusammengesetzt werden. Nachdem nun alles wieder an Ort und Stelle ist, heißt es, die 985 Pfeifen aufeinander abzustimmen, so dass sich jede einzelne optimal in den Gesamtklang der Orgel einfügt. Während Christoph Herz am Spieltisch steht, sitzt Jan Werner mit einem Stimmgerät mitten in der fast 140 Jahre alten Orgel. Sicherlich einer der ungewöhnlichsten Arbeitsplätze, die es gibt.

Öffentlich ertönen wird die Ladegast-Orgel erstmals wieder zum Gloria in der Osternacht am Samstag, 19. April, beim Gottesdienst ab 21 Uhr. Und dann dürfen sich die Kirchenbesucher nicht nur vom Klang angenehm überraschen lasen, sondern auch vom Äußeren. Denn die Restauratorin Marita Schlüter hat der Königin de Instrumente ihre ursprüngliche Farbe wiedergegeben, die sie auch bei ihrer Einweihung 1878 in Neuengeseke hatte. Die Ennigerloher kennen die Orgel, die vor 37 Jahren in ihre Kirche eingezogen und gestrichen worden ist, nur graublau. Die Originalfarben spielen nun mit der ebenfalls renovierten Jakobuskirche perfekt zusammen. Bis Ostern soll auch ein Großteil der Skulpturen aus Schlüters Werkstatt in die Kirche zurückkehren. Wenn nun auch noch die Bilder restauriert werden könnten, wäre der Innenraum komplett runderneuert, doch dafür fehlen noch Spenden. Wer etwas beitragen will, meldet sich bei der Gemeinde, die auch Spendenquittungen ausstellt.

Und dann warten schon die nächsten Aufgaben im Außenbereich: Das Mauerwerk des Gotteshauses und die holprigen Wege. Kirchen – eine ewige Baustelle.

Hintergrund

Friedrich Ladegast (1818 – 1905) aus Sachsen, bedeutender deutscher Orgelbauer, hat die Orgel, die heute in der katholischen Jakobuskirche in Ennigerloh steht, erbaut. Den Auftrag dazu hatte einst die evangelische Gemeinde in Neuengeseke gegeben (1876). Bevor die Orgel vor 37 Jahren nach Ennigerloh kam, lagerte sie einige Jahre auf einem Bauernhof. Zur Orgelweihe am Samstag, 24. Mai, um 18 Uhr wird Ulrich Grimpe die 19 Register erklingen lassen.

Bilder:
Remmert

Als wäre die Ladegast-Orgel schon immer für die Jakobuskirche Ennigerloh gedacht gewesen: Nach der Restaurierung zeigt sei wieder ihren historischen Farbanstich, der harmonisch mit der ebenfalls renovierten Kirche zusammenspielt.

Absolute Ruhe braucht Jan Werner von der Orgelbaufirma Eule (Bautzen), wenn er die Pfeifen intoniert.

Blick hinter die Kulissen: Eine Hühnerleiter führt zum obersten Teil der fast 140 Jahre alten Orgel in der Jakobuskirche.

Mittendrin statt nur dabei: Jan Werner sitzt mit dem Stimmgerät zum Intonieren mitten in der Ladegast-Orgel

Christoph Herz schlägt unten am Spieltisch einen Ton an. Zusammen mit Jan Werner muss er 985 Pfeifen intonieren.

 

Samstag, 29. März 2014 • Jakobushaus Ennigerloh
Kinderchor „La Ola“ – Proben- und Aktionstag

Pressemitteilung

Der Kinderchor „La Ola“ aus Ennigerloh und Enniger traf sich am Samstag, den 29. März im Jakobushaus zu einem Proben- und Aktionstag. An diesem Vormittag wurde intensiv für die szenische Osterkantate geprobt, welche am 11. Mai in Ennigerloh und am 18. Mai in Enniger jeweils vormittags in den Gottesdiensten aufgeführt werden. Mit Unterstützung einiger Eltern und weiteren Helfern malten die Kinder das Bühnenbild. Anschließend wurden die Kostüme anprobiert.

Chorleiter Andreas Unger lobte die Kinder für das schöne Singen und das gelungene Bild. Er war sehr zufrieden, da die Vorbereitungen für die Kantate bis jetzt sehr gut verlaufen sind. Der abwechslungsreiche Vormittag, bei dem alle Kinder sehr viel Spaß hatten, endete mit einem gemeinsamen Mittagsimbiss mit leckeren Hotdogs.

 

Samstag, 15. März 2014 • 15:00 Uhr • „St. Jakobus“ Ennigerloh
Firmung

Auszug aus dem Zeitungsbericht („Die Glocke“ – Mittwoch, 19. März 2014 – gl)

[…] Die musikalische Gestaltung des […] Gottesdienstes durch einen von den Firmanden gebildeten Chor und einem Instrumentalkreis fand großen Anklang. […]

 

März 2014 • „St. Jakobus“ Ennigerloh
Bericht über die Orgelrenovierung in der Tageszeitung „Die Glocke“

Zeitungsbericht („Die Glocke“ – Donnerstag, 13. März 2014 – Harald Hübl – hh)
Orgelbauer setzen 900 Pfeifen wie Puzzle zusammen

Wenn Orgelbau-Meister Friederich Ladegast heute in die Ennigerloher St.-Jakobus-Kirche käme, wäre er sicher stolz. Denn die 1876 von ihm gebaute Orgel ist nach einer umfangreichen Restaurierung nicht nur technisch wieder voll auf der Höhe, sondern auch optisch und klanglich. Stück für Stück setzt Jan Werner die Orgel in der St.-Jakobus-Kirche Ennigerloh zusammen. Der Zahn der Zeit hatte in den vergangenen 138 Jahren seine Spuren hinterlassen.

Vor zwei Jahren hatten Orgelbauer der Firma Hermann Eule Orgelbau aus Bautzen deshalb die Ladegast-Orgel auseinandergebaut und die mehr als 900 Pfeifen samt Klaviatur verpackt und in der heimischen Werkstatt aufgearbeitet. Das Gehäuse wurde so verkleidet, dass es bei den Umbauarbeiten in der Kirche keinen Schaden nehmen konnte. Nun ist das Riesenpuzzle wieder zurückgekehrt, und die Orgelbauer Jan Werner und Karl-Heinz Hermann haben damit begonnen, es Stück für Stück zusammenzusetzen. Zuvor hatte Diplom-Restauratorin Marita Schlüter in mühevoller Kleinarbeit den Rahmen aufgearbeitet. Dazu hatte sie verschiedene Farbschichten abgetragen, und nun sind wieder 70 Prozent des Originalzustands freigelegt.

Im nördlichen Querschiff sind die vielen Einzelteile zwischengelagert. In Schubladen warten die kleinen Pfeifen auf die Rückkehr an ihren angestammten Platz, auf dem Boden die großen Pfeifen aus Holz. „Die haben wir alle in der Werkstatt aufgearbeitet“, erklärt Werner, dessen Arbeitshandschuhe schwarz vor Staub sind. Während bei den Holzpfeifen mechanische Schäden und Holzwurmbefall behandelt wurden, haben die Orgelbauer die Metallpfeifen nur zweimal gründlich geputzt. „Einen alten Prospekt (sichtbare Pfeifen, Anmerkung der Redaktion) poliert man nicht. Die Patina und die Flecken gehören bei einer so alten Orgel einfach dazu. Das gibt ein geschlossenes Bild“, fügt Werner hinzu.

 Pfeife für Pfeife bauen die beiden ein. Zwischendurch kommen Staubsauger und verschiedene Pinsel zum Einsatz. Denn alles ist voller Staub, und jetzt kommen die Spezialisten auch an die Ecken, die sonst nicht zu erreichen sind. Und natürlich wird auch vor Ort noch das eine oder andere repariert oder ausgebessert. Während Jan Werner im Inneren des Gehäuses die letzten Vorbereitungen trifft, um die Pfeifen einzubauen, bessert Karl-Heinz Hermann sogenannte Keilbälge aus. Mit heißem Leim klebt er fein gegerbtes Schafleder auf die brüchig gewordenen Stellen.

Hintergrund

Vor 37 Jahren fand die Ladegast-Orgel ihren Platz im nördlichen Querschiff der St.-Jakobus-Kirche Ennigerloh. Die evangelische Kirchengemeinde in Neuengeseke hatte die Orgel 1876 bei Friedrich Ladegast, einem der bedeutendsten Orgelbaumeister seiner Zeit, in Auftrag gegeben. Einige Jahre lang war sie auf einem Bauernhof zwischengelagert, bevor sie nach Ennigerloh kam.

„Das Besondere an dieser Orgel ist die Geschlossenheit der erhaltenen Substanz“, betont Orgelbauer Jan Werner. „ Sie ist ein Zeitzeuge aus der Gründerzeit. Es gibt nur noch wenige Orgeln, bei denen alle Prospektpfeifen im Original erhalten sind. Das ist ein echter Schatz.“ Zinnpfeifen wurden häufig im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen oder im Lauf der Zeit überarbeitet.

Optisch und vor alem klanglich sei die Ladegast-Orgel etwas Besonderes. Deshalb wird das gesamte Pfeifenwerk registerweise – vom tiefsten zum höchsten Ton – intoniert und gestimmt. Schließlich soll keine einzelne Pfeife herauszuhören sein, die Klangfarbe muss zu den Nachbarpfeifen passen. „Die Register sollen sich gut untereinander mischen und ein in sich stimmiges Klangbild ergeben“, sagt Werner. Wenn alles fertig ist, wird die gute Akustik der Kirche der renovierten Orgel einen besonderen Rahmen geben.

Die Keilbälge bessert Orgelbauer Karl-Heinz Hermann aus.

Stück für Stück setzt Jan Werner die Orgel in der St.-Jakobus-Kirche Ennigerloh zusammen

Bilder: Hübl

 

Home / Startseite

Kath. Seelsorgeeinheit Ennigerloh

Impressum